08.05 bis 25.05.2026
Shanghai – Peking – Xi’an – Chongqing – Fenghuang – Hongkong – Shenzhen – Shanghai
Zur Abwechslung geht es mal nicht nach Westen, sondern nach Osten, nach China. Statt eigenständig mit dem Wohnmobil sind wir mit der Bahn unterwegs und werden in den Destinationen von lokalen, meist Deutsch sprechenden Reiseleitern begleitet. In gut zwei Wochen legen wir immerhin über 6.000 km zurück. Wir wollen unbedingt das futuristische China kennenzulernen. Das schließt auch geschichtsträchtige Orte ein.
Die Idee, eine Reise nach China zu machen, keimte auf, als ich im Dezember 2023 das Buch von Frank Sieren, „Shenzhen, Zukunft Made in China“ las und konkretisierte sich, als das ZFD im Oktober 2025 die Dokumentation „Megacitys – Wenn es Nacht wird in Chongqing“ ausgestrahlte. Regina und ich waren uns sofort einig: Da fahren wir hin! Mit Herrn Yang des Reiseveranstalters Sinorama Reisen fanden wir schnell einen kompetenten Ansprechpartner. Gebucht haben wir schließlich eine Privatreise in Form einer Mischung aus dem Programm „Futuristisches China“ und eigenen Ideen.

Transport
Unsere Reise startete in Frankfurt mit dem Flug nach Shanghai. Reiseleiter begleiteten uns in Shanghai, Peking, Xi’an, Chongqing, Fenghuang und Shenzhen. Somit hatten wir auch ein Fahrzeug mit Fahrer zur Verfügung. In den Zeiten ohne Reiseleitung, teilweise in Chongqing, Hongkong und die letzten beide Tage in Shanghai nutzten wir öffentliche Verkehrsmittel. Die Distanzen zwischen den Orten legten wir mit Hochgeschwindigkeitszügen zurück.
Temperatur, Klima, Zeitzonen
Der Zeitunterschied betägt zu unserer Zeit im Sommer sechs Stunden. Obwohl die Ausdehnung des Landes drei Zeitzonen rechtfertigen würde, wurde CST (China Standard Time, entspricht GMT+8) für das ganze Land festgelegt. Würde man stattdessen die Zeitzone nach den Sonnenständen festlegen, ergäbe sich für unseren westlichsten Standort Chongqing CST minus 54 Minuten zur amtlichen chinesischen Zeit und den östlichsten mit Shanghai wären es CST plus sechs Minuten. Das bedeutete, dass die Sonne in Chongqing eine Stunde später auf bzw. früher unterging als in Shanghai.
Unsere Reiseziele liegen alle südlich des 40sten Breitengrades, bezogen auf unsere Länge also etwas südlich von Mallorca. Somit waren die Temperaturen angenehm warm, teilweise sogar heiß. Allein an den Regentagen ging Temperatur merklich zurück, ohne jedoch kalt zu sein.
Bezahlsystem und Geld
Das futuristische China beginnt bereits beim Bezahlen. Unser Hauptzahlungsmittel war Alipay, dass wir bis zu einem Betrag von 200 RMB kostenfrei nutzen konnten. Darüber hinausgehende Beträge haben wir mit unseren VISA Karten ebenfalls ohne Auslandseinsatzgebühr gezahlt. Der Kurs Renminbi Yuan beträgt zum Euro etwa 8:1. Aus den USA kennen wir es, dass wir praktisch kein Bargeld benötigen. In China haben wir es ebenfalls darauf ankommen lassen. Wir haben kein Geld getauscht und haben die gesamten vierzehn Tage keinen Yuan Bargeld benötigt. Restaurants und Sehenswürdigkeiten aktzeptieren auch unsere VISA Karten. Für den Alltag haben wir das mit der App Alipay vorbereitet und genau diese App bei fast allen Zahlungen eingesetzt. Das funktionierte in Bars, Restaurants, Sehenswürdigkeiten, mit der Fahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln und sogar den Trinkgeldern für unsere Reiseführer und Fahrer. Auch Buddha im Tempel und Bettler auf der Straße haben einen Matrixcode für Alipay vor sich liegen, mit dem an sie gespendet werden kann.
Hotel und Essen
Die Übernachtungen wurden durch Sinorama gebucht und erfolgten in Fünf-Sterne-Hotels. Damit hatten wir internationales Frühstück und konnten uns sowohl an westlichen als auch an chinesischen Speisen bedienen. Letzteres war für Regina die wahre Freude. Das Mittagessen bestand, wie bei uns üblich, aus Kleinigkeiten und Snacks. Das Dinner organisierten wir überwiegend selbst, teilweise auch mit Unterstützung unserer Reiseleiter. Besonders hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang Peking und Chongqing, wo wir von unseren Reiseleiterinnen in wirklich authentische Lokale geführt wurden, die im Wesentlichen von Einheimischen besucht werden und wo wir die wirklich traditionelle Küche erleben konnten.
Sicherheit
Nicht nur auf dem Flughafen, sondern auf allen Bahnhöfen, Metrostationen und Zutrittsbereichen zu Sehenswürdigkeiten wurde unser Gepäck und wir selbst gescannt. Die vielen Überwachungskameras waren uns zunächst fremd. Allerdings fühlten wir uns dadurch sehr sicher und es bestätigte sich, was wir schon von anderen gehört haben, dass China ein sehr sicheres Reiseland ist, auf den Straßen gibt es weder Taschendiebstähle noch Gewaltkriminalität. So hatten wir auch kein Problem, nachts in eher spärlich beleuchteten Gegenden sicher unterwegs zu sein.
Reisebericht
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Nach rund 13 Stunden Flug landen wir pünktlich in Frankfurt. Herrlicher Sonnenschein und unser Wagen direkt vor dem Terminal erwarten uns. Für das Auto hatten wir den Parkservice von Parkos gebucht.
Zusammenfassung
Interessante Reise, imposante Großstädte. Praktisch jede Stadt ist eine Millionenstadt, die bei uns weitgehend unbekannt sind. Beeindruckend sind die Skylines von Shanghai und Chongqing. Aber auch die Chinesische Mauer, die Terrakotta Armee und die verbotene Stadt. Das Sicherheitsniveau ist beeindruckend, aber auch das Chaos, dass auf den Straßen herrscht. Auf Schildern ist fast nur Chinesisch zu lesen, ebenso im Straßenverkehr. Dennoch ist es nicht sonderlich schwer für uns, sich mit den Navigations-Apps Amap oder Apple Maps zurechtzufinden.
































